Woody Allen, liebevoller Ehemann seiner eigenen Adoptivtochter, setzt sich selbst als alternden Lüstling ein filmisches Denkmal.
In seinem neuen Streifen „Whatever Works“, wo er mal ausnahmsweise nicht die Hauptrolle spielt, geht es um einen alternden Physikprofessor der sich - wie könnte es anders sein - in ein junges und naives Mädchen verliebt.
Genauso gut hätte er auch die Geschichte eines alternden verheirateten Regisseurs erzählen können, der mit seiner Frau gemeinsam ein junges Mädchen adoptiert und es großzieht, um dann anschließend perverserweise sich von der eigenen Ehefrau zu trennen und die Adoptivtochter zu ehelichen.
Wahrscheinlich war dieses Thema unseren Herrn Allen dann aber doch zu autobiografisch und er müßte vielleicht vor der Presse seine krankhafte Neigung erklären.
Bemerkenswert fand ich es übrigens, dass Herr Woody Allen zu den ersten und größten Kritikern über die Festnahme des flüchtigen Sexualverbrechers Roman Polanski gehörte. Von wegen wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen schmeißen.
Außerdem ist das völlig was anderes, wenn man(n) erstmal das Kind mühevoll wie sein eigenes großzieht, um es dann auch in die ehelichen Pflichten einzuführen.
Alles in allem wieder einer dieser Filme von Woody Allen, den man nicht sehen muss und der getrost in den persönlichen An(n)alen des Herrn Allen verschwinden kann.